Ziegenlexikon
Die Thüringer Landziege war bis zum 19. Jahrhundert eine in Thüringen weit verbreitete Ziegenrasse, die insbesondere von Land- und Fabrikarbeitern gehalten wurde. 1928 wurde sie wie andere pigmentierte Ziegenrassen mit zu den Bunten Deutschen Edelziegen zusammengefasst.
Sie hat einen langen, schmalen Kopf mit aufrecht stehenden Ohren. Die Fellfarbe ist hellbraun bis dunkel.
Die Thüringer Landziege hat man im 19. Jahrhundert in
klimatisch günstigen Zeiten die
Waldweide gewährt, wo sie
aufgrund hoher Konzentration forstwirtschaftliche Schäden
verursachte. Bei vernünftigem Besatz ist sie durchaus
für die
Landschaftspflege geeignet, ist aber weniger robust
als die Thüringer Waldziege.
| Bock | Trockenmasse | Zuchtziel | Max. Verbreitung (Herdbuchbestand) |
|---|---|---|---|
60 - 80 Kg 80 - 90 cm | 2,1 Kg/Tag | Milch / Fleisch | Thüringen |
Weniger robust als die Thüringer Waldziege. | |||