Ziegenlexikon
Die Girgentana Ziege stammt ursprünglich aus der Provinz
Agrigento (Sizilien),
von der sich auch ihr in Italien
gebräuchlicher Name Agrigento ableitet.
Ihre Herkunft ist ungeklärt. Aufgrund
ihres Korkenzieherförmigen Gehörns, gibt es Spekulationen
darüber, dass sie nicht wie die meisten anderen Hausziegen
von der
Bezoarziege
abstammt,
sondern von der in Afghanistan
lebenden
Markhor-Ziege.
Die Markhor-Ziege weist jedoch eine
entgegengesetzte Drehung der Hörner auf.
Die Girgentana Ziege ist eine anspruchslose und Widerstandsfähige Rasse, die auch mit sehr karger Vegetation auskommt. Als Futter dienen vorwiegend Gras und Kräuter von Bergwiesen. Die Milchleistung ist gering, was dafür sorgte, dass diese Ziegenrasse durch Einkreuzung fast ausgestorben ist. Aufgrund ihres Aussehens gibt es einige Züchter und Tiergärten, die um ihre Erhaltung bemüht sind. Für die Landschaftspflege ist sie gut geeignet.
| Bock | Trockenmasse | Zuchtziel | Max. Verbreitung (Herdbuchbestand) |
|---|---|---|---|
| 70 - 80 Kg 80 - 90 cm | 2,25 Kg/Tag | Milchziege | Nordrhein-Westfalen |
| Gut geeignet für den Einsatz in der Landschaftspflege. In Deutschland ist sie schwer zu erwerben. | |||
Bildquelle: Böhringer Friedrich